Der "Carnaval" auf Gran Canaria ist brasilianisch

"Carnaval" hat mit dem deutschen Karneval nur eines gemeinsam, den Zeitpunkt. Dann tanzt der Bär zu brasilianischen Rhythmen, dann ist Gran Canaria nicht wieder zu erkennen.

Wahl der Karnevalskönigin Schon aus ihrer Tradition heraus sind die Einwohner aller kanarischen Inseln eher konservativ eingestellt. Doch einmal im Jahr zeigen sie ihr anderes Gesicht, und dies besonders auf Gran Canaria. Für einige Tage im Jahr werden alle gesellschaftlichen Normen ignoriert, und schon Monate vor dem "Carnaval" werden die "Carrozas", die unglaublich aufwändig dekorierten Festwagen, aufgebaut, man schneidert prunkvolle Kostüme und bastelt herrliche Masken. Es gibt keine Vorgaben, jeder kann sich so schmücken oder verkleiden, wie er gerne möchte. Und kommt dann der Tag der "Desfiles", der unglaublich lauten Umzüge, dann ziehen die Kanarios tanzend und lautstark durch die Straßen, oft in "Murgas", lustig verkleidete Gruppen, die während der Umzüge ihre nicht immer jugendfreien Späße treiben.

Wahl der Drag Queen In Las Palmas sind die Umzüge am prächtigsten, in Agüimes dagegen feiert man etwas zurückhaltender, aber sie ist das Zentrum des ländlichen Karnevals. Touristen müssen auf einen echten "Carnaval" auch nicht verzichten. Alleine der Umzug in Maspalomas gehört mit zu den schönsten auf der Insel. Irgendwie feiert jedes Dorf und jede Stadt sehr individuell ihren "Carnaval" auf brasilianische Art, und zwar bis zum "Mogollón", dem letzten Tanz am frühen Morgen. Und die Zeit des "Carnavals" endet mit dem "Entierro de la sardina", der Beerdigung der Sardine. Das ist der letzte Umzug, bei dem eine überdimensionale Sardine aus Pappe durch die Straßen gefahren wird. Sie findet durch eine gewaltige Explosion ihr tragisches Ende, dem ein grandioses Abschluss-Feuerwerk folgt.




 Gran Canaria - kulinarisch